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Sommerloch im Spargelbeet? Tipps für die Sommerpflege zwischen Ernte und Schnitt

Das Ernteende im Spargelbeet fühlt sich für viele Hobbygärtner wie eine Art Sommerloch an. Die Stangen sind abgeerntet, die Saison scheint vorbei — und jetzt? Dabei beginnt für das Spargelbeet nach der Ernte eigentlich die wichtigste Arbeitsphase des Jahres. Wer die Spargelbeet Sommerpflege nach der Ernte vernachlässigt, riskiert schwache Pflanzen im nächsten Frühjahr und magere Ernten für die kommenden Jahrzehnte. In diesem Leitfaden zeige ich dir Schritt für Schritt, was zwischen Juni und Oktober im Beet zu tun ist, welche Fehler du vermeiden solltest und wie du dein Spargelbeet fit für den nächsten Frühling machst.

Was passiert nach der Ernte im Spargelbeet?

Die Ruhephase ist ein Mythos

Nach der Ernte braucht das Spargelbeet keine Pause, sondern intensive Pflege. Die Pflanze nutzt den gesamten Sommer, um Nährstoffe in den Wurzeln zu speichern, die im nächsten Jahr die neuen Stangen antreiben.

Viele Gärtner denken, dass nach dem letzten Ernteschnitt im Juni die Arbeit erledigt ist. Das Gegenteil ist wahr. Die Spargelpflanze arbeitet jetzt auf Hochtouren. Das fedrige, farnähnliche Laub betreibt Photosynthese und schickt die gewonnene Energie direkt in die Rhizome unter der Erde. Je üppiger und gesünder dieses Laub bleibt, desto mehr Reserven stehen im nächsten Frühjahr zur Verfügung.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Beet verlassen und vergessen ist der häufigste Fehler, den ich bei Hobbygärtnern beobachte. Wer im Sommer konsequent wässert, düngt und das Unkraut im Zaum hält, wird im April und Mai des nächsten Jahres mit deutlich kräftigeren Stangen belohnt.

Wann beginnt die Sommerpflege und wie lange dauert sie?

Die Sommerpflege startet unmittelbar nach dem Ernteende, meist Ende Mai bis Mitte Juni, und läuft bis in den Oktober hinein. Das sind gut vier Monate aktive Gartenarbeit.

Der Zeitraum lässt sich grob in drei Phasen einteilen: Aufbau (Juni), Hauptpflege (Juli und August) und Vorbereitung auf den Winter (September und Oktober). Jede Phase hat ihre eigenen Prioritäten, die ich weiter unten detailliert erkläre.

Wie pflegt man Spargelpflanzen nach der Ernte?

Nach der Ernte braucht das Spargelbeet vor allem drei Dinge: ausreichend Wasser, einen gezielten Nährstoffschub und eine konsequente Unkrautbekämpfung. Wer diese drei Säulen im Blick behält, legt den Grundstein für eine reiche Ernte im Folgejahr.

Düngen direkt nach dem Ernteende

Der wichtigste Schritt nach der Ernte ist eine sofortige Düngung. Die Pflanze hat durch die Stangenernte enorme Mengen an Nährstoffen abgegeben und braucht jetzt Nachschub, um ihre Reserven wieder aufzufüllen.

Ich empfehle einen speziell abgestimmten Spargeldünger mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis. Ein gutes Spargel-Spezialdünger enthält neben Stickstoff, Phosphor und Kalium auch Spurenelemente wie Bor und Mangan, die für kräftiges Wurzelwachstum entscheidend sind. Zweimal düngen ist ideal: einmal direkt nach der Ernte und ein zweites Mal Ende Juli oder Anfang August. Mehr zu diesem Thema findest du in unserem ausführlichen Beitrag über das richtige Düngen im Sommer nach der Ernte.

Spargelbeet jäten, mulchen und wässern im Sommer

Unkraut im Spargelbeet ist ein echter Feind. Es konkurriert direkt um Wasser und Nährstoffe und kann das Beet bei starkem Befall regelrecht auslaugen. Im Sommer gilt deshalb: regelmäßig jäten, aber nur flach, maximal 3 bis 4 Zentimeter tief, um die Rhizome nicht zu beschädigen.

Eine Mulchschicht aus Grasschnitt, Stroh oder Rindenmulch hilft doppelt: Sie hält Unkraut nieder und bewahrt die Feuchtigkeit im Boden. Eine Schicht von 5 bis 8 Zentimetern hat sich in meinem eigenen Garten als optimal erwiesen. Wenn dich das Thema Mulchen interessiert, lohnt sich ein Blick auf unseren detaillierten Ratgeber zum Mulchen im Spargelbeet.

Wässern Spargel in der Trockenzeit richtig — wie viel ist genug?

Spargelpflanzen brauchen in Trockenperioden mindestens 20 bis 30 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. Wer zu wenig gießt, riskiert, dass die Pflanze ihr Laub frühzeitig einzieht und keine Reserven aufbauen kann.

Spargelpflanzen vor Hitze schützen im Sommer

Bei anhaltender Hitze über 30 Grad Celsius leiden Spargelpflanzen spürbar. Das Laub kann vergilben und der Aufbau von Wurzelreserven kommt ins Stocken.

Folgende Maßnahmen helfen bei Hitze und Trockenheit:

  • Gieße morgens früh oder abends, nie mittags in der prallen Sonne
  • Nutze Tröpfchenbewässerung direkt an der Wurzel für maximale Effizienz
  • Halte die Mulchschicht stets feucht und erneuere sie bei Bedarf
  • Vermeide Staunässe, da Spargel empfindlich auf nasse Füße reagiert
  • Bei extremer Hitze kann ein leichtes Schattierungsnetz für junge Pflanzen sinnvoll sein

Der Wasseranspruch variiert je nach Sorte und Bodenart. Auf sandigen Böden musst du häufiger wässern als auf lehmigen, die Wasser besser halten. In meinem Garten habe ich auf sandigem Boden in Hitzephasen täglich gegossen, rund 15 Minuten per Tröpfchenbewässerung.

Das Laub des Spargels in den Sommermonaten erhalten

Warum der Spargelfarn so wichtig ist

Das fedrige Laub, der sogenannte Spargelfarn, ist die Kraftfabrik der Pflanze. Solange er grün und gesund ist, baut die Pflanze Nährstoffe auf, die im Frühjahr für die Stangenernte bereitgestellt werden. Wer das Laub zu früh abschneidet oder zerstört, stiehlt seiner Pflanze buchstäblich den Winterspeck.

Damit das Laub bis in den Herbst gesund bleibt, gibt es einige wichtige Regeln:

  1. Niemals Laub im Sommer abschneiden, auch wenn es wild wuchert
  2. Bei Pilzerkrankungen wie Spargelrost betroffene Triebe sofort entfernen und entsorgen (nicht kompostieren)
  3. Ausreichend Nährstoffe sicherstellen, besonders Kalium für kräftiges Laub
  4. Schädlinge wie den Spargelhähnchen konsequent bekämpfen, zum Beispiel durch Absammeln oder Neemöl

Spargelbeet Unkrautbekämpfung in den Sommermonaten

Zwischen Juli und September wächst Unkraut besonders aggressiv. Quecke und Melde sind dabei die schlimmsten Kandidaten im Spargelbeet.

Arbeite nach dem Jäten sofort eine dünne Schicht Mulch ein, um Neukeimung zu verhindern. Bei sehr dichtem Bewuchs hat sich bei mir bewährt, das Beet alle zehn bis vierzehn Tage kurz zu kontrollieren und frische Unkräuter noch im Keimstadium zu entfernen. Das spart auf Dauer enorm viel Arbeit.

Wie pflege ich eine Spargelpflanze richtig durch den gesamten Sommer?

Eine gut gepflegte Spargelpflanze braucht von Juni bis September einen klaren Pflegeplan. Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen je Monat:

Monat Maßnahme Häufigkeit Hinweis
Juni Düngen (NPK-Spargeldünger) 1x nach Ernteende Sofort nach dem letzten Ernteschnitt
Juni Mulchen 1x, Schicht 5–8 cm Unkrautunterdrückung und Feuchtigkeit
Juli Wässern 2–3x pro Woche bei Hitze Morgens oder abends, nicht mittags
Juli Jäten Alle 10–14 Tage Maximal 3–4 cm tief
August Nachdüngen 1x Ende Juli/Anfang August Kaliumbetonter Dünger fördert Winterhärte
August Schädlingskontrolle Wöchentlich prüfen Spargelhähnchen, Blattläuse beobachten
September Wässerung reduzieren 1x pro Woche Pflanze auf Winterruhe vorbereiten
Oktober Laub stehen lassen Bis Frost oder Vergilbung Noch nicht zurückschneiden

Spargel ist eine mehrjährige Kulturpflanze und belohnt konsequente Pflege über viele Jahre. Ein gut gepflegtes Beet kann problemlos 20 bis 25 Jahre produktiv bleiben. Das ist auch der Grund, warum die Sortenwahl beim Anlegen so wichtig ist.

Welche Sorten profitieren besonders von guter Sommerpflege?

Grundsätzlich profitieren alle Sorten von sorgfältiger Sommerpflege. Hochleistungs-F1-Hybriden wie Gijnlim für grünen Spargel oder Herkolim für weißen Spargel zeigen jedoch besonders deutliche Reaktionen auf eine gute Nährstoffversorgung im Sommer. Wer jetzt noch kein Beet hat oder sein Beet erweitern möchte, findet bei uns auch die beliebte Sorte Xenolim, eine anthocyanfreie Neuzüchtung für grünen Spargel, die sich durch besondere Vitalität auszeichnet.

Wann schneidet man Spargel zurück und wie lange bleiben Pflanzen in der Erde?

Das Spargellaub wird erst dann zurückgeschnitten, wenn es komplett vergilbt und abgestorben ist, typischerweise zwischen Oktober und November nach den ersten Frösten. Frühzeitiger Schnitt schadet der Pflanze erheblich.

Wie lange bleiben Spargelpflanzen in der Erde?

Spargelpflanzen bleiben dauerhaft in der Erde, idealerweise 20 bis 25 Jahre oder sogar länger. Sie sind ausdauernde Stauden, die am selben Standort über Jahrzehnte produzieren.

Deshalb ist die Standortwahl und Bodenvorbereitung beim Anlegen des Beetes so entscheidend. Spargel liebt tiefgründige, sandige und gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Wer mehr über die ideale Bodenvorbereitung wissen möchte, findet auf unserem Blog weitere hilfreiche Informationen.

  • Herbstschnitt Timing: Erst nach dem ersten Frost oder wenn das Laub komplett gelb ist
  • Schnitthöhe: Laub auf etwa 5 bis 10 Zentimeter über dem Boden zurückschneiden
  • Entsorgung: Laub von erkrankten Pflanzen nicht kompostieren, sondern im Hausmüll entsorgen
  • Winterschutz: Nach dem Schnitt das Beet mit einer dünnen Kompostschicht oder Stroh mulchen
  • Neupflanzung: Wer neue Pflanzen einsetzen möchte, tut das am besten im zeitigen Frühjahr

Planst du gerade erst ein neues Spargelbeet oder möchtest du dein bestehendes mit neuen Sorten ergänzen? Dann lohnt sich ein Blick auf unsere hochwertigen Spargelpflanzen für weißen Spargel aus unserer eigenen Bio-Gärtnerei. Wir bei Spargelpflanzen Kaufen setzen ausschließlich auf geprüfte F1-Hybridsorten, die sich auch bei intensiver Nutzung über viele Jahre bewährt haben.

Hast du dich schon einmal gefragt, warum manche Spargelbeete nach zehn Jahren noch genauso produktiv sind wie im dritten Jahr? Das Geheimnis liegt fast immer in der konsequenten Sommerpflege. Kein aufwändiger Tricks, sondern regelmäßiges Wässern, gezieltes Düngen und ein waches Auge für Schädlinge und Krankheiten. Das schafft jeder Hobbygärtner mit ein bisschen Disziplin.

Wer ein Spargelbeet sein Eigen nennt, kennt das Phänomen: Nach der letzten Ernte im Juni herrscht plötzlich Stille. Kein Stechen, kein tägliches Kontrollieren der Triebe. Aber das bedeutet keineswegs, dass das Beet jetzt sich selbst überlassen werden darf. Die richtige Spargelbeet Sommerpflege nach der Ernte entscheidet darüber, ob du im nächsten Frühjahr wieder eine reiche Ernte einfahren kannst. In diesem Ratgeber zeige ich dir, was zwischen Juni und Oktober wirklich wichtig ist, und warum das sogenannte Sommerloch im Spargelbeet eigentlich die spannendste Phase des Jahres ist.

Wie pflegt man Spargelpflanzen nach der Ernte?

Direkt nach dem Ernteende beginnt die wichtigste Wachstumsphase für das Spargelbeet: Die Pflanzen brauchen jetzt Ruhe, Wasser, Nährstoffe und Licht, um ihre Wurzelkronen für das nächste Jahr aufzufüllen. Wer jetzt nachlässig ist, erntet im Folgejahr spürbar weniger.

Das klingt simpel, ist es in der Praxis aber nicht immer. Denn gerade in den Sommermonaten Juli und August hat man als Hobbygärtner viele andere Dinge im Garten zu tun. Trotzdem lohnt es sich, dem Spargelbeet regelmäßig Aufmerksamkeit zu schenken. Ich sage meinen Kunden immer: Spargel ist wie ein guter Mitarbeiter. Er braucht keine ständige Kontrolle, aber er dankt es dir, wenn du ihn nicht vergisst.

Sofortmaßnahmen direkt nach dem Ernteende

Die ersten zwei Wochen nach dem letzten Erntetag sind besonders entscheidend. Das Beet braucht jetzt folgende Maßnahmen:

  • Düngen: Unmittelbar nach dem Ernteende eine Portion Spargeldünger ausbringen, idealerweise ein speziell abgestimmter N-P-K-Dünger für Spargel mit einem höheren Kaliumanteil
  • Wässern: Falls es trocken ist, sofort gründlich wässern, damit der Dünger in den Boden eingewaschen wird
  • Unkraut jäten: Direkt nach der Ernte alle Unkräuter entfernen, bevor sie sich im lockeren Spargelboden festsetzen
  • Schäden prüfen: Wurzelkronen auf Fäulnis, Schädlingsbefall oder mechanische Beschädigungen untersuchen
  • Mulch auftragen: Eine frische Schicht organischen Mulchs schützt vor Austrocknung und unterdrückt Unkraut

Mehr zur richtigen Düngung im Sommer erfährst du in unserem ausführlichen Artikel über Spargeldünger nach der Ernte im Juli und August. Dort findest du auch konkrete Mengenangaben für verschiedene Beetgrößen.

Spargel Sommerpflege im Juli, August und September: Was jetzt wirklich zählt

Die Monate Juli, August und September sind für das Spargelbeet eine Phase intensiver unterirdischer Arbeit. Was oberirdisch wie ein ruhiger Farnbusch aussieht, ist unterirdisch reges Treiben: Die Rhizomkronen speichern Kohlenhydrate, bilden neue Adventivwurzeln und legen die Grundlage für die Triebe des nächsten Jahres.

Das Spargellaub im Sommer erhalten und schützen

Das farnähnliche Laub des Spargels ist kein Zierwerk, sondern lebenswichtiges Organ. Über die Fotosynthese produziert es genau die Reservestoffe, die der Spargel für den Winter und den Neuaustrieb im Frühjahr braucht. Deswegen gilt eine eiserne Regel: Das Laub bleibt stehen, egal wie unordentlich es aussieht.

Ich erlebe es jedes Jahr, dass Hobbygärtner das üppig wachsende Spargelkraut zurückschneiden wollen, weil es zu groß wird oder umfällt. Das ist ein Fehler. Lieber mit Bambusstäben und Schnur eine einfache Stützung aufbauen, als das Laub zu kürzen. Pro Quadratmeter Beet kann das Spargelkraut im Hochsommer eine Höhe von 120 bis 180 Zentimetern erreichen. Das ist vollkommen normal und ein Zeichen gesunder, kräftiger Pflanzen.

Spargelpflanzen vor Hitze schützen im Sommer

Hohe Temperaturen über 35 Grad Celsius können Spargelpflanzen stressen, besonders wenn gleichzeitig Trockenheit herrscht. Eine gute Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt von etwa 5 bis 8 Zentimetern Dicke hält die Bodentemperatur stabiler und reduziert die Verdunstung erheblich.

Bei anhaltender Hitze empfiehlt sich zusätzlich eine leichte Schattierung mit einem Vlies in den Mittagsstunden, besonders bei jungen Pflanzen im ersten oder zweiten Standjahr. Ältere, etablierte Pflanzen kommen in der Regel gut mit Hitzeperioden zurecht, solange die Wasserversorgung stimmt.

Richtig wässern in der Trockenzeit: So geht es beim Spargel

Spargel braucht im Sommer deutlich mehr Wasser als viele Gärtner vermuten. Als Faustregel gilt: 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter und Woche bei Trockenheit. Das klingt nach viel, ist aber nötig, damit das tiefe Wurzelsystem erreicht wird.

Wässern in der Trockenzeit: Häufigkeit und Technik

Lieber seltener, dafür gründlich wässern. Das ist beim Spargel besonders wichtig, weil die Wurzeln bis zu 60 Zentimeter tief reichen können. Oberflächliches Gießen alle zwei Tage bewirkt weniger als eine tiefe Bewässerung zweimal pro Woche.

Am besten wässert man morgens, damit das Wasser bis zum Mittag in den Boden einziehen kann und die Blätter trocken bleiben. Staunässe unbedingt vermeiden, da Spargelwurzeln sehr anfällig für Fäulnis sind. Ein gut durchlässiger Boden ist hierfür Grundvoraussetzung. Wer seinen Boden noch nicht optimal vorbereitet hat, findet hilfreiche Informationen zur richtigen Bodenvorbereitung für Spargel in unserem Blog.

Tropfbewässerung ist beim Spargel ideal: Sie liefert Wasser direkt an die Wurzelzone, reduziert die Verdunstung um bis zu 50 Prozent im Vergleich zur Sprinkleranlage und hält das Laub trocken. Wenn du in einem trockeneren Gebiet gärtnert, ist diese Investition schnell amortisiert.

Spargelbeet jäten, mulchen und Unkraut bekämpfen im Sommer

Unkraut ist der größte Konkurrent des Spargels im Sommer. Besonders Quecke, Ackerkratzdistel und Giersch breiten sich in der Wärme rasend schnell aus und entziehen dem Spargel Wasser und Nährstoffe. Eine konsequente Unkrautbekämpfung in den Sommermonaten ist daher unverzichtbar.

Mulch als wichtigstes Werkzeug gegen Unkraut

Eine durchgehende Mulchschicht aus Stroh, Rindenmulch oder gehäckseltem Grünschnitt unterdrückt den Großteil der einjährigen Unkräuter ohne jeglichen Chemikalieneinsatz. Wichtig ist, dass die Mulchschicht mindestens 5 Zentimeter dick ist, besser 7 bis 8 Zentimeter. Dünner aufgetragener Mulch ist oft wirkungslos.

Alles über die besten Mulchmaterialien und die optimale Schichtdicke haben wir ausführlich in unserem Ratgeber zum Mulchen des Spargelbeetes zusammengestellt. Wurzelunkräuter wie Quecke muss man trotz Mulch von Hand herausziehen, am besten nach einem Regenfall, wenn der Boden weich ist.

Beim Jäten im Spargelbeet immer flach arbeiten. Die Spargelrhizome liegen oft nur 15 bis 20 Zentimeter unter der Oberfläche und werden durch tiefes Hacken leicht beschädigt. Beschädigte Wurzeln sind Eintrittspforten für Pilzerkrankungen wie die gefürchtete Spargelwelke.

Schädlinge im Sommer erkennen und bekämpfen

Der Spargelhähnchen ist der bekannteste Schädling im Sommer. Die kleinen, rotköpfigen Käfer und ihre Larven fressen das Spargellaub skelettartig kahl und schwächen die Pflanze erheblich. Befallene Blätter verfärben sich braun und vertrocknen vorzeitig, was die Fotosyntheseleistung drastisch reduziert.

Bei leichtem Befall hilft Absammeln per Hand oder ein Abwaschen der Larven mit dem Gartenschlauch. Bei starkem Befall kann ein zugelassenes Insektizid auf Basis von Pyrethrin eingesetzt werden. Immer morgens oder abends behandeln, um Nützlinge zu schonen.

Wie pflege ich eine Spargelpflanze richtig: Die Vergleichstabelle für alle Pflegemaßnahmen

Damit du den Überblick behältst, was wann im Spargelbeet zu tun ist, habe ich die wichtigsten Sommerpflegemaßnahmen in einer Übersichtstabelle zusammengefasst. So kannst du auf einen Blick sehen, was in welchem Monat Priorität hat.

Maßnahme Juni (nach Ernte) Juli August September
Düngen Sofort nach Ernteende, N-P-K-Dünger Zweite Düngergabe möglich Nur noch kaliumbetont Keine Stickstoffdüngung mehr
Wässern Nach Düngung gründlich einwässern 20–30 L/m² pro Woche bei Trockenheit Weiter regelmäßig gießen Bei Regen reduzieren
Mulchen Frischen Mulch auftragen (5–8 cm) Mulch kontrollieren, ggf. ergänzen Bei Bedarf nachbessern Mulch belassen für Winterschutz
Unkraut jäten Gründlich jäten nach Ernte Wöchentlich kontrollieren Weiter jäten Letztes gründliches Jäten
Schädlingskontrolle Spargelhähnchen prüfen Häufigste Befallszeit Weiter kontrollieren Abnehmender Befallsdruck
Laub erhalten Laub stehen lassen! Nicht schneiden Nicht schneiden Laub weiter stehen lassen

Wann schneidet man Spargel zurück?

Spargel wird erst im Herbst zurückgeschnitten, wenn das Laub vollständig vergilbt und abgestorben ist. Das ist in der Regel zwischen Oktober und November der Fall, je nach Witterung manchmal auch erst im Dezember.

Warum der Schnittzeitpunkt so wichtig ist

Wer zu früh schneidet, unterbricht die Nährstoffverlagerung aus dem Laub in die Rhizomkrone. Die Pflanze kann dann im Winter weniger Reserven ansammeln und treibt im Frühjahr schwächer aus. Das bedeutet konkret: weniger und dünnere Stangen in der nächsten Erntesaison. In meiner Erfahrung als Gärtnermeister sehe ich diesen Fehler leider sehr häufig, besonders bei Einsteigern.

Ein praktischer Tipp: Warte, bis der erste leichte Frost das Laub braun färbt. Das ist das Signal der Natur, dass die Umlagerungsprozesse abgeschlossen sind. Dann das Laub auf 5 bis 10 Zentimeter über dem Boden abschneiden und entfernen. Bei gesunden Pflanzen kann das Schnittgut kompostiert werden. Bei Befall mit Pilzkrankheiten oder Schädlingen kommt es in die Biotonne oder den Hausmüll, nie auf den Kompost.

Das Spargelbeet nach der Ernte fit für den Herbst machen

Zwischen dem Ende der aktiven Sommerpflege im September und dem Herbstschnitt gibt es noch einige sinnvolle Maßnahmen. Eine letzte leichte Kompostgabe Ende September versorgt die Wurzeln mit organischen Nährstoffen für den Winter. Zudem sollte die Mulchschicht nach dem Schnitt auf etwa 10 Zentimeter aufgestockt werden, um die Rhizome vor starkem Frost zu schützen.

Wer sein Beet in dieser Phase gut versorgt, kann sich im nächsten Frühjahr über kräftige, frühzeitig austreibende Spargelstangen freuen. Und wer seine Sortenpalette noch erweitern oder ein völlig neues Beet anlegen möchte: Bei uns auf Spargelpflanzen Kaufen findest du aus unserer eigenen Bio-Gärtnerei sowohl klassische Sorten für weißen Spargel als auch moderne Züchtungen wie den Gijnlim für grünen Spargel oder besondere Neuzüchtungen für Liebhaber. Die Pflanzzeit im Frühjahr kommt schneller als man denkt, also lohnt es sich, jetzt schon zu planen.

Und wer wissen möchte, wie die perfekte Ernte im nächsten Jahr gelingt, findet in unserem Beitrag über den richtigen Erntezeitpunkt beim Spargel alle wichtigen Informationen zu Reifezeichen, Schnitttechnik und optimaler Erntedauer. So schließt sich der Kreis vom Sommer über den Herbst bis zur nächsten Frühjahrsernte.

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