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Rhabarberpflanzen und Erdbeerpflanzen zusammen pflanzen: Pflanzplan für Mischkultur

Wer Rhabarber und Erdbeeren im Garten anbaut, stellt sich früher oder später die Frage: Kann das gut gehen, diese beiden zusammen zu setzen? Die kurze Antwort ist ja, und ich spreche da aus eigener Erfahrung. Die Rhabarberpflanzen Erdbeerpflanzen Mischkultur ist eine der praktischsten Kombinationen für den Hausgarten, weil beide Pflanzen mehrjährig sind, ähnliche Bodenansprüche haben und sich gegenseitig kaum in die Quere kommen – wenn man ein paar Grundregeln kennt. In diesem Pflanzplan zeige ich dir, wie du beide Kulturen gemeinsam planst, welche Abstände stimmen müssen und welche Sorten sich besonders gut eignen.

Kann man Erdbeeren neben Rhabarber pflanzen?

Ja, Erdbeeren und Rhabarber lassen sich sehr gut nebeneinander pflanzen. Beide Kulturen ergänzen sich gut, weil Rhabarber mit seinen großen Blättern leichten Schatten spendet und Erdbeeren gleichzeitig den Boden bedecken und Unkraut unterdrücken.

Viele Hobbygärtner unterschätzen, wie viel Sinn diese Kombination macht. Rhabarber braucht viel Platz nach oben und nach außen, aber er lässt den Boden um sich herum oft brach liegen. Genau dort kommen Erdbeerpflanzen ins Spiel. Sie nutzen die Bodenfläche zwischen den Rhabarberstöcken produktiv, ohne dem Rhabarber ernsthaft Licht zu stehlen.

In meinem eigenen Garten habe ich beobachtet, dass Erdbeeren am Rand eines Rhabarberbeets sogar etwas später reifen als Erdbeeren in voller Sonne. Das ist kein Nachteil, sondern verlängert die Erntesaison ganz praktisch um ein paar Tage.

Welche Bedingungen müssen beide Pflanzen teilen?

Damit die Kombination funktioniert, müssen Boden und Standort für beide Kulturen passen. Sowohl Rhabarber als auch Erdbeeren bevorzugen:

  • Einen humusreichen, durchlässigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 6,8
  • Einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit mindestens fünf bis sechs Stunden direkter Sonne pro Tag
  • Eine gleichmäßige Wasserversorgung ohne Staunässe, da beide Kulturen empfindlich auf nasse Wurzeln reagieren

Der einzige Punkt, bei dem die Bedürfnisse leicht abweichen: Rhabarber verträgt etwas mehr Stickstoff im Frühjahr als Erdbeeren. Wer organisch düngt, sollte den Kompost eher direkt um den Rhabarberfuß streuen und die Erdbeerfläche etwas sparriger bedienen.

Kann man Rhabarber und Erdbeeren zusammen pflanzen? Der richtige Pflanzabstand

Ja, man kann sie zusammen pflanzen – der entscheidende Faktor ist der richtige Pflanzabstand, damit beide Kulturen genug Raum für ihre Wurzeln und ihr Blattwerk bekommen. Der Mindestabstand zwischen einem Rhabarberfuß und einer Erdbeerreihe beträgt 60 bis 80 Zentimeter.

Pflanzabstand Rhabarber und Erdbeeren im Garten richtig planen

Rhabarber braucht viel Platz. Ein ausgewachsener Stock kann einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen. Das bedeutet: Zwischen zwei Rhabarberpflanzen liegen idealerweise 100 bis 120 Zentimeter. In diesem Zwischenraum bleibt genug Platz für eine doppelte Erdbeerreihe.

Für die Erdbeeren selbst gilt: In der Reihe 25 bis 30 Zentimeter Abstand, zwischen den Reihen 40 Zentimeter. Das klassische Versatzpflanzung funktioniert hier besonders gut, weil die Wurzeln sich nicht direkt konkurrieren.

Pflanze Abstand in der Reihe Reihenabstand Abstand zu Rhabarber
Rhabarber 100–120 cm 120 cm
Erdbeere (einreihig) 25–30 cm 40 cm mind. 60 cm
Erdbeere (doppelreihig zwischen Rhabarber) 25–30 cm 35 cm 60–80 cm zum nächsten Stock

Rhabarber und Erdbeerpflanzen: Konkurrenz der Wurzeln realistisch einschätzen

Eine häufige Sorge ist, ob die Wurzeln von Rhabarber und Erdbeeren sich gegenseitig verdrängen. In der Praxis ist das weniger ein Problem, als man denkt. Rhabarber entwickelt tiefgehende Pfahlwurzeln, während Erdbeerenwurzeln überwiegend in den oberen 20 bis 30 Zentimetern des Bodens bleiben. Die beiden Wurzelsysteme konkurrieren daher kaum direkt um Wasser und Nährstoffe.

Kritisch wird es erst, wenn der Rhabarber sehr alt ist und seine Wurzelmasse stark ausbreitet. Einen gut etablierten, fünf Jahre alten Rhabarberfuß würde ich nicht mehr mit frisch gepflanzten Erdbeeren direkt ummanteln. Hier lieber 80 bis 100 Zentimeter Abstand halten.

Was sollte man nicht neben Rhabarber pflanzen?

Nicht alle Gemüsepflanzen vertragen sich mit Rhabarber. Direkte Nachbarn, die man meiden sollte, sind vor allem Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen sowie Knoblauch und Zwiebeln, da diese das Wachstum des Rhabarbers hemmen können.

Schlechte Nachbarn für Rhabarber kennen und vermeiden

Rhabarber enthält Oxalsäure, was viele Schädlinge fernhält, aber auch einige empfindliche Pflanzen beeinflussen kann. Folgende Kombinationen sollte man im Beet vermeiden:

  • Bohnen und Erbsen: Hülsenfrüchte und Rhabarber mögen sich schlicht nicht. Die Kombination führt zu schlechterem Wachstum auf beiden Seiten.
  • Knoblauch und Zwiebeln: Diese sollen das Rhabarberwachstum nachweislich hemmen. Ich halte mindestens einen Meter Abstand zu meinem Rhabarberbeet.
  • Andere Rhabarberpflanzen zu dicht: Rhabarber konkurriert stark mit sich selbst. Zu enger Abstand zwischen zwei Stöcken führt nach zwei bis drei Jahren zu deutlich schwächerem Ertrag.

Tomaten, Karotten, Spinat und Salat hingegen kommen mit Rhabarber gut aus und lassen sich problemlos in der Nähe pflanzen. Auch Spargel gilt als sehr guter Nachbar, weil er tief wurzelt und keine oberflächliche Konkurrenz darstellt. Wer sich für die Kombination mehrjähriger Kulturen interessiert, findet bei uns auch hilfreiche Informationen rund um Spargel im ersten Jahr und was dabei zu beachten ist.

Gute Nachbarn für Spargel, Rhabarber und Erdbeeren im Überblick

Der Anbau mehrjähriger Kulturen zusammen hat einen großen Vorteil: Man plant das Beet einmal und erntet viele Jahre. Spargel, Rhabarber und Erdbeeren sind ein klassisches Trio aus dem traditionellen Bauerngarten. Alle drei mögen humusreichen Boden, vertragen sich gut miteinander und belegen unterschiedliche Bodenschichten.

Wer ein größeres Beet plant, kann Spargel in der Mitte setzen, Rhabarber an die Nordseite (damit er keinen Schatten auf Spargel und Erdbeeren wirft) und Erdbeeren an den Randbereich und zwischen die Kulturen verteilen. Diese Aufteilung funktioniert in meinem Garten seit Jahren hervorragend. Die Erdbeerausläufer füllen Lücken auf, während Rhabarber und Spargel stabil in ihrer Position bleiben. Mehr über die langfristige Pflege von Spargel über mehrere Jahre hinweg zeigt unser Beitrag zur Ertragssteigerung im zweiten und dritten Jahr.

Was darf nicht neben Erdbeeren gepflanzt werden?

Erdbeeren haben ebenfalls einige empfindliche Kombinationen. Fenchel, Kohlsorten und Knoblauch sollte man nicht direkt neben Erdbeerpflanzen setzen, da sie das Wachstum und den Ertrag der Erdbeeren negativ beeinflussen können.

Welche Pflanzen hemmen Erdbeerpflanzen im Beet?

Fenchel ist der bekannteste Störenfried im Erdbeerbeet. Er gibt Wurzelausscheidungen ab, die viele Gemüsepflanzen belasten, auch Erdbeeren. Mindestens zwei Meter Abstand ist hier die Faustregel.

Kohlsorten brauchen viel Stickstoff und konkurrieren stark um Nährstoffe. In Kombination mit Erdbeeren sorgt das regelmäßig für schlechteres Wachstum auf beiden Seiten. Auch Kartoffeln sollte man meiden, weil sie pilzliche Erkrankungen wie Krautfäule übertragen können, die auch Erdbeeren befallen.

Was hingegen sehr gut neben Erdbeeren wächst: Knoblauch (als Schutz vor Grauschimmel), Schnittlauch, Spinat als Bodendecker und natürlich, wie bereits gezeigt, Rhabarber. Die Kombination Rhabarberpflanzen und Erdbeerpflanzen nebeneinander hat sich in der Mischkultur über Jahrzehnte bewährt.

Welche Erdbeersorten eignen sich am besten für die Mischkultur mit Rhabarber?

Für ein Rhabarberbeet, in das Erdbeeren integriert werden sollen, empfehle ich kräftige, krankheitsresistente Sorten. Schwache Sorten kämpfen im Halbschatten des Rhabarbers zu sehr.

Starke Erdbeerpflanzen für das Mischbeet auswählen

Die Sorte Korona ist eine meiner absoluten Empfehlungen für diesen Zweck. Sie ist kräftig im Wuchs, trägt zuverlässig und toleriert auch etwas weniger optimale Lichtbedingungen besser als viele andere Sorten. Wer für ein mittleres Beet plant, findet unsere schweren Korona-Erdbeerpflanzen in verschiedenen Mengen, je nachdem wie viel Fläche bepflanzt werden soll.

Für kleinere Beete oder zum Ausprobieren bieten wir auch Korona in kleineren Packungsgrößen an, damit du die Mischkultur zunächst auf einer Musterfläche testen kannst, bevor du das ganze Beet umbaust.

Eine weitere Option ist die Sorte Ostara, eine remontierend blühende Sorte, die von Juni bis Oktober trägt. Das hat im Mischbeet einen besonderen Vorteil: Während Rhabarber im Sommer ausläuft, trägt Ostara weiter und sorgt für kontinuierliche Ernte. Die Ostara-Erdbeerpflanzen aus unserer Bio-Gärtnerei sind kräftig bewurzelt und kommen sehr gut im Freiland an.

Wann und wie das Rhabarberbeet mit Erdbeeren integrieren?

Der beste Zeitpunkt, Erdbeerpflanzen in ein bestehendes Rhabarberbeet zu integrieren, ist das frühe Frühjahr zwischen März und April oder der Spätsommer zwischen August und September. Im Frühjahr haben die Pflanzen die ganze Saison zum Einwurzeln. Im Spätsommer bilden sie bis zum Frost noch ein gutes Wurzelsystem aus und tragen im nächsten Jahr schon voll.

Vor dem Einpflanzen lohnt es sich, den Boden um den Rhabarber herum aufzulockern und mit gut verrottetem Kompost zu verbessern. Frischer Mist ist hier fehl am Platz, er verbrennt die empfindlichen Erdbeerwurzeln. Eine Schicht Stroh nach dem Pflanzen hält Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und schützt die Früchte später vor Bodenkontakt und Schimmel.

Wie viele Erdbeerpflanzen brauchst du? Als Faustregel gilt: Für einen laufenden Meter Beetkante mit zwei versetzten Reihen benötigst du etwa sieben bis acht Pflanzen. Bei einem Beet von drei mal zwei Metern, in dem zwei Rhabarberstöcke stehen, kommen leicht 30 bis 40 Erdbeerpflanzen unter. Wer gleich größere Mengen braucht, findet bei uns Korona-Erdbeerpflanzen in der 40-Stück-Packung, was für ein solches Beet ideal passt.

Die Mischkultur aus Rhabarber und Erdbeeren ist kein kompliziertes Konzept. Sie braucht ein bisschen Planung, die richtigen Abstände und kräftige Ausgangspflanzen. Wer mit hochwertigen Pflanzen aus Bio-Aufzucht startet, hat von Anfang an einen entscheidenden Vorteil: weniger Ausfälle, kräftigeres Wachstum und eine Ernte, auf die man sich wirklich freuen kann.

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