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Winterporree pflanzen: Sortenauswahl, Pflanzabstand und Erntezeitpunkt

Wer im Winter frisches Gemüse aus dem eigenen Garten ernten möchte, kommt am Winterporree kaum vorbei. Winterporree pflanzen ist gar nicht so schwer, wie viele denken. Mit den richtigen Sorten, dem passenden Pflanzabstand und einem guten Gefühl für den Zeitpunkt holt man bis tief in den Februar hinein noch knackige Stangen aus dem Beet. Ich berate Hobbygärtner seit Jahren zu genau diesem Thema, und ich kann sagen: Porree ist eine der dankbarsten Kulturen, die man im Gemüsegarten haben kann.

Wann pflanzt man Winterporree?

Winterporree wird idealerweise von Juni bis Mitte August ins Freiland gepflanzt. So haben die Jungpflanzen genug Zeit, vor dem ersten Frost gut anzuwachsen und sich zu kräftigen.

Der genaue Pflanztermin hängt von der gewünschten Erntezeit ab. Wer Porree ab Dezember ernten möchte, pflanzt früh, also im Juni. Wer lieber im Februar noch Ware im Beet stehen haben will, darf ruhig bis Anfang August warten. Wichtig ist, dass die Pflanzen mindestens 10 bis 12 Wochen Wachstumszeit vor dem Einsetzen starker Fröste haben.

Ich erlebe in meiner Beratungspraxis immer wieder, dass Hobbygärtner zu spät pflanzen und sich dann wundern, warum die Stangen dünn bleiben. Der richtige Pflanztermin im Herbst ist wirklich der entscheidende Faktor. Wer mit dem Pflanzen von Porree im Frühjahr Erfahrung hat, merkt schnell, wie anders die Herbstpflanzung abläuft.

Vorzucht oder Direktkauf von Jungpflanzen?

Wer keine eigene Anzuchtstation hat, greift am besten direkt zu fertigen Setzlingen. Das spart Zeit und ist für Einsteiger deutlich einfacher. Fertige Winterporree-Jungpflanzen sind schon auf die richtige Wuchsstärke gebracht und können sofort ins Beet. Bei Spargel Pflanzen Kaufen gibt es die Pflanzen in verschiedenen Mengen, sodass sowohl der kleine Familiengarten als auch der größere Nutzgarten gut bedient wird.

Welche Mengen brauche ich für meinen Garten?

Das kommt auf die Beetgröße an. Für einen typischen Haushaltsstreifen von etwa 5 Metern Länge reichen 25 bis 50 Pflanzen problemlos. Wer mehr plant oder Winterporree auch für Nachbarn und Freunde anbaut, greift zu größeren Gebinden. Es gibt Pakete mit 200 Jungpflanzen oder auch mit 1000 Stück für den ernsthaften Eigenversorger.

Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterporree?

Sommerporree reift von Juli bis Oktober und verträgt keinen harten Frost. Winterporree hingegen ist frosthart bis etwa minus 15 Grad Celsius und liefert seine Ernte von Oktober bis weit in den März hinein.

Der Unterschied liegt nicht nur im Erntezeitpunkt, sondern auch im Geschmack. Winterporree hat nach einem Frost oft ein intensiveres, leicht süßlicheres Aroma. Das liegt daran, dass die Pflanze Stärke in Zucker umwandelt, um sich vor Kälte zu schützen. Außerdem sind die Stangen von Wintersorten in der Regel etwas kürzer und kompakter als die langen, schlanken Sommerporreetriebe.

Die besten Wintersorten: Was ist wirklich frosthart?

Bei der Sortenauswahl für Winterporree gilt: je kältetoleranter, desto besser. Hier sind die beliebtesten und am häufigsten empfohlenen Sorten im Überblick:

Sorte Frosttoleranz Erntezeit Besonderheit
Blaugrüner Winter bis -15 °C November – Februar Klassiker, sehr bewährt
Alaska bis -18 °C Dezember – März Extrem winterhart
Jolant bis -12 °C Oktober – Januar Guter Ertrag, mittelfeine Stange
Bandit bis -15 °C November – März Gleichmäßige Stangen, beliebt
Bulgarian Giant bis -10 °C Oktober – Dezember Große Stangen, frühe Ernte

Für Regionen mit strengen Wintern empfehle ich besonders Alaska oder Blaugrüner Winter. Beide Sorten haben sich in meinem eigenen Garten über viele Jahre bewährt, auch wenn mal ein Schneedecke auf dem Beet lag.

Winterporree pflanzen: Pflanzabstand, Tiefe und Bodenvorbereitung

Guter Pflanzabstand ist das A und O. Der empfohlene Reihenabstand bei Winterporree beträgt 30 bis 35 Zentimeter, der Abstand innerhalb der Reihe sollte 10 bis 15 Zentimeter betragen. Zu eng gepflanzt behindern sich die Pflanzen gegenseitig und werden anfälliger für Pilzkrankheiten.

Die Pflanztiefe richtet sich nach dem gewünschten Bleichanteil. Je tiefer man die Jungpflanzen in die Erde setzt, desto länger wird der weiße, zarte Schaftbereich. Eine Tiefe von 10 bis 15 Zentimetern ist für die meisten Hobbygärtner ideal. Wer es noch präziser haben möchte, findet bei uns einen ausführlichen Leitfaden zum Thema Tiefe und Abstand beim Lauch pflanzen.

Boden richtig vorbereiten

Porree liebt tiefgründige, lockere Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Vor dem Pflanzen lohnt es sich, den Boden mit reifem Kompost anzureichern, etwa 3 bis 4 Liter pro Quadratmeter. Schwere Lehmböden sollten mit Sand aufgelockert werden. Staunässe verträgt Porree gar nicht, also auf gute Drainage achten.

Ich grabe das Beet meistens eine Woche vor dem Pflanzen um und arbeite dabei Kompost unter. So hat der Boden Zeit, sich zu setzen, und die Nährstoffe verteilen sich gleichmäßig.

Wie pflegt man Winterporree bis zur Ernte?

Winterporree ist pflegeleicht, braucht aber regelmäßige Aufmerksamkeit. Die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Überblick:

  • Anhäufeln: Alle 3 bis 4 Wochen Erde an die Stangen häufeln, um den Bleichanteil zu verlängern.
  • Gießen: In Trockenperioden regelmäßig wässern, besonders kurz nach dem Pflanzen. Eingewurzelte Pflanzen kommen mit Trockenheit besser klar.
  • Unkraut jäten: Porree ist ein schwacher Bodendecker, Unkraut unterdrückt er kaum. Deshalb regelmäßig jäten, besonders in den ersten Wochen.
  • Nachbepflanzung prüfen: Wenn Pflanzen im Frühsommer ausfallen, schnell nachpflanzen. Es gibt kleinere Pakete mit 50 Jungpflanzen, die sich gut als Nachlieferung eignen.

Kann man Porree über Winter stehen lassen?

Ja, absolut. Das ist sogar der große Vorteil von Winterporree: Die Pflanzen können problemlos im Beet überwintern und bei Bedarf frisch geerntet werden, solange der Boden nicht tiefgefroren ist.

Winterporree ernten im Dezember, Januar oder Februar ist vollkommen normal. Der Boden lässt sich an frostfreien Tagen ausstechen, und die Stangen sind dann besonders aromatisch. Ein kurzer Frost verbessert den Geschmack sogar, wie ich eingangs schon erwähnt habe.

Friert der Boden aber hart durch, einfach warten. Die Pflanzen schaden das nicht. Sobald es ein paar Grad über null ist, kann man weiter ernten. Das macht Winterporree zu einem der praktischsten Wintergemüse überhaupt. Wer sich noch mehr Inspiration für das Anbausortiment sucht, findet viele Anregungen auch beim Thema welche Gemüsepflanzen in den Garten passen.

Winterporree lagern: Geht das auch abseits vom Beet?

Wer bei starkem Dauerfrost vorsorgen möchte, kann Porree auch einlagern. Dazu die Stangen mit Wurzeln ausstechen und aufrecht in einem kühlen, leicht feuchten Sandbett lagern, zum Beispiel im Keller. Bei 0 bis 4 Grad Celsius hält sich Winterporree so bis zu 4 Wochen frisch. Im Kühlschrank, eingewickelt in ein feuchtes Tuch, bleibt er etwa 1 bis 2 Wochen lagerfähig.

Tiefkühlen geht zwar, verändert aber die Textur. Für die Küche ist tiefgekühlter Porree nur noch für Suppen und Eintöpfe geeignet, nicht mehr für Rohkost oder Salate.

Was darf nicht neben Porree gepflanzt werden?

Bohnen und Erbsen sollte man grundsätzlich nicht als direkte Nachbarn von Porree pflanzen. Auch andere Lauchgewächse wie Zwiebeln, Knoblauch oder Schnittlauch sind keine gute Gesellschaft, da sie ähnliche Schädlinge anziehen und sich gegenseitig im Wachstum hemmen können.

Gute Nachbarn für Porree sind dagegen Karotten, Sellerie, Tomaten und Erdbeeren. Karotten und Porree ergänzen sich sogar gegenseitig: Porree hält die Karottenfliege fern, Karotten die Lauchminierfliege. Eine klassische Kombination im Mischkulturanbau.

Welche Schädlinge und Krankheiten sollte man kennen?

Die häufigsten Probleme bei Winterporree sind:

  • Lauchmotte: Die Larven fressen sich durch die Blätter. Vorbeugend mit Kulturschutznetzen abdecken.
  • Porree-Rost: Orangefarbene Pusteln auf den Blättern. Befallene Blätter sofort entfernen, nicht kompostieren.
  • Falscher Mehltau: Vor allem bei Nässe und dichtem Stand. Pflanzabstand einhalten, gut lüften lassen.
  • Thripse: Kleine Insekten, die Silberflecken auf den Blättern hinterlassen. Bei starkem Befall Neem-Öl einsetzen.

Ein gesunder Standort mit gutem Pflanzabstand und Fruchtfolge ist der beste Schutz gegen die meisten Probleme. Ich empfehle, Porree nicht öfter als alle 3 bis 4 Jahre auf derselben Fläche anzubauen.

Wo kauft man am besten Winterporree-Jungpflanzen?

Fertige Jungpflanzen aus einer spezialisierten Gärtnerei haben einen klaren Vorteil: Sie sind bereits vorgezogen, gesund und sortentreu. Bei Spargel Pflanzen Kaufen aus der Bio-Gärtnerei von Huub Verhaag gibt es Winterporree-Setzlinge in verschiedenen Paketgrößen, ganz nach Bedarf. Für den kleinen Garten empfehle ich das 100er-Paket, das ist für die meisten Familiengärten genau die richtige Menge. Wer größer denkt, findet auch ein 150er-Paket oder das praktische 750er-Paket für den größeren Bedarf.

Qualität beim Einkauf zahlt sich aus. Eine kräftige Jungpflanze mit gutem Wurzelwerk schlägt im Herbst viel schneller an als eine schwächliche Pflanze aus einem ungünstigen Anzuchtbetrieb. Das erlebe ich in meiner Beratung regelmäßig: Wer einmal hochwertige Setzlinge ausprobiert hat, möchte nicht mehr zurück.

Winterporree pflanzen gehört zu den dankbarsten Aufgaben im Gemüsegarten. Während andere Kulturen längst geerntet sind und die Beete leer stehen, versorgt Winterporree die ganze Familie von November bis März mit frischem, aromatischem Gemüse. Als Gärtnermeister erlebe ich jedes Jahr aufs Neue, wie viele Hobbygärtner überrascht sind, was ein robuster Lauch auch bei Frost noch leistet. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen alles, was Sie für einen erfolgreichen Anbau brauchen: die richtigen Sorten, den optimalen Pflanzabstand, den besten Zeitpunkt und natürlich, wann die Ernte sich lohnt.

Wann pflanzt man Winterporree?

Winterporree wird am besten von Juni bis August ins Freiland gepflanzt. Wer früher pflanzt, erntet früher, wer bis August wartet, hat noch immer eine gute Chance auf eine erfolgreiche Überwinterung.

Der Zeitpunkt beim Winterporree pflanzen hängt eng mit der Sorte und dem Standort zusammen. Frühe Sorten wie Alaska oder Blaugrüner Winter können bereits ab Juni gesetzt werden. Späte, sehr frostharte Sorten vertragen es, wenn man sie noch im August in die Erde bringt. Wichtig ist, dass die Pflanzen vor dem ersten Frost mindestens 8 bis 10 Wochen Zeit haben, sich gut einzuwurzeln.

Vorzucht oder direkt als Jungpflanzen kaufen?

Wer Winterporree selbst vorziehen möchte, startet ab Februar bis März mit der Aussaat im Haus. Die Jungpflanzen werden dann ab Mai ins Freiland pikiert. Das ist jedoch mit einigem Aufwand verbunden. Einfacher und für die meisten Hobbygärtner deutlich praktischer ist der direkte Kauf von vorgezogenen Setzlingen. Bei kleinen Mengen ab 35 Stück lassen sich fertige Jungpflanzen aus der Gärtnerei direkt in die vorbereiteten Beete setzen, ohne wochenlange Voranzucht.

Aus meiner Erfahrung als Gärtnermeister empfehle ich gerade Einsteigern den Kauf von Jungpflanzen. Die Pflanzen sind gleichmäßig groß, gesund und bereit für das Beet. Das spart Zeit und senkt das Risiko erheblich.

Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterporree?

Sommerporree ist zarter, wächst schneller und wird von Juni bis Oktober geerntet. Winterporree dagegen ist deutlich frostfester, hat einen kräftigeren Geschmack und bleibt auch bei Temperaturen bis minus 15 Grad problemlos im Beet stehen.

Der Unterschied liegt nicht nur in der Erntezeit, sondern auch im Pflanzaufbau. Winterporree bildet engere, kompaktere Schäfte und dickere Blätter. Diese Struktur schützt die Pflanze vor Kälte und Feuchtigkeit. Sommerporree ist oft hellgrüner und milder im Geschmack, während Winterporree intensiver und würziger schmeckt, was ihn besonders für Suppen, Eintöpfe und Quiches beliebt macht.

Welche Winterporree-Sorten sind besonders frosthart?

Es gibt einige Sorten, die sich in der Praxis wirklich bewährt haben. Hier ein Überblick der bekanntesten Typen:

Sorte Frosthärte Schaftlänge Erntezeit Besonderheit
Blaugrüner Winter bis –15 °C ca. 25 cm November bis März Klassiker, sehr bewährt
Alaska bis –12 °C ca. 20 cm Oktober bis Februar Früh erntereif
Jaune du Poiteau bis –10 °C ca. 30 cm November bis Januar Langer Schaft, milder Geschmack
Bulgarian Giant bis –15 °C ca. 35 cm Dezember bis März Sehr großer Ertrag
Musselburgh bis –15 °C ca. 20 cm Dezember bis Februar Sehr dick, ideal für Suppen

Für mitteleuropäische Gärten sind Blaugrüner Winter und Musselburgh meine persönlichen Favoriten. Beide überstehen auch harte Winter zuverlässig und liefern dicke, aromatische Schäfte. Bei der Sortenauswahl gilt: je nördlicher und kälter Ihr Standort, desto wichtiger ist maximale Frosthärte.

Sommer- oder Winterporree: Was passt in meinen Garten?

Wer das ganze Jahr über Porree ernten möchte, kombiniert einfach beide Typen. Sommerporree ab März pflanzen, Winterporree ab Juni setzen. So schließen sich die Erntefenster nahtlos aneinander an. Welche weiteren Gemüsepflanzen gut in Ihren Garten passen, zeige ich Ihnen in unserem Ratgeber zur Gemüsegartenplanung.

Pflanzabstand und Reihenabstand beim Winterporree pflanzen

Der richtige Pflanzabstand entscheidet maßgeblich über Schaft dicke, Gesundheit und Ertrag. Zu eng gepflanzt, kümmern die Pflanzen und werden anfällig für Pilzkrankheiten. Zu weit gesetzt, verschwendet man kostbare Beetfläche.

Empfohlene Abstände für optimales Wachstum

Als Faustregel gilt für Winterporree:

  • Abstand in der Reihe: 10 bis 15 cm zwischen den einzelnen Pflanzen
  • Reihenabstand: 30 bis 35 cm zwischen den Reihen
  • Pflanztiefe: 15 bis 20 cm tief setzen, um einen langen, gebleichten Schaft zu fördern
  • Beetbreite: Maximal 120 cm, damit man die Mitte bequem erreicht

Das tiefe Einpflanzen ist beim Porree besonders wichtig. Je tiefer die Pflanze im Boden sitzt, desto länger wird der zarte, weiße Schaft. Wer möchte, kann zusätzlich im Laufe des Sommers schrittweise Erde an die Pflanzen häufeln, das verlängert den Weißanteil noch weiter.

Auf einem Beetmeter von 1 m² passen bei einem Abstand von 12 cm in der Reihe und 30 cm Reihenabstand etwa 27 bis 30 Pflanzen. Das entspricht einem sehr guten Ertrag für eine Familie mit 2 bis 4 Personen. Wer größere Mengen plant, schaut am besten gleich nach dem 200er-Paket Winterporree-Jungpflanzen oder dem 1000er-Paket für den großen Gemüsegarten.

Bodenvorbereitung vor dem Pflanzen

Porree mag tiefgründige, gut durchlüftete Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Schwere Lehmböden sollten vorab mit Sand und reifem Kompost aufgelockert werden. Ich empfehle, das Beet mindestens 30 cm tief zu lockern, da Porree tiefe Wurzeln bildet.

Vor dem Einpflanzen lohnt es sich, eine Handvoll gut verrotteten Kompost pro Pflanzloch einzuarbeiten. Ein ausgewogener Langzeitdünger mit Stickstoff, Phosphor und Kalium unterstützt das Wachstum in der ersten Phase. Stickstoffbetonter Dünger fördert das Blattwachstum, sollte aber nach August nur noch sparsam eingesetzt werden, damit die Pflanze sich auf die Überwinterung vorbereitet.

Wer sich auch für den richtigen Umgang mit anderen Lauchgewächsen interessiert, findet in unserem Artikel über Pflanztiefe und Abstand beim Lauch noch mehr nützliche Details.

Kann man Porree über Winter stehen lassen?

Ja, Winterporree kann problemlos über den Winter im Beet stehen bleiben und bei Bedarf frisch geerntet werden. Das ist sogar einer seiner größten Vorteile gegenüber anderen Gemüsearten.

Frostharte Sorten halten Temperaturen von bis zu minus 15 Grad ohne Schutz aus. Gefrorener Porree sollte allerdings nicht direkt nach dem Auftauen geerntet werden, da er dann weich wird. Einfach warten, bis die Pflanze vollständig aufgetaut ist, dann schmeckt sie wieder wie frisch.

Braucht Winterporree einen Frostschutz?

In milden Regionen ist kein zusätzlicher Schutz nötig. In Lagen mit sehr harten Wintern oder auf exponierten Hochlagen empfiehlt sich eine leichte Abdeckung mit Stroh, Vlies oder Laubhäcksel. Das schützt nicht die Pflanze selbst, wohl aber den Boden rund um die Wurzeln vor tiefem Durchfrieren, was das Herausziehen im Winter erheblich erleichtert.

Aus eigener Erfahrung: Ich lasse meinen Winterporree jedes Jahr schutzlos im Beet stehen, hier in der Region mit Temperaturen bis minus 10 Grad. Selbst nach einer Frostwoche erhole ich mich jedes Mal über die Qualität der Schäfte. Das ist das Schöne an wirklich robusten Sorten.

Winterporree ernten: Dezember, Januar, Februar

Die Haupterntezeit liegt je nach Sorte zwischen November und März. Wer verschiedene Sorten kombiniert, kann praktisch den gesamten Winter über frisch ernten. Die Ernte erfolgt ganz einfach mit einem Grabgabel oder Spaten: Pflanze vorsichtig lockern, dann herausziehen.

Wie lange ist geernteter Winterporree lagerfähig? Im Kühlschrank, eingewickelt in ein feuchtes Tuch, bleibt er etwa 1 bis 2 Wochen lagerfähig.

Tiefkühlen geht zwar, verändert aber die Textur. Für die Küche ist tiefgekühlter Porree nur noch für Suppen und Eintöpfe geeignet, nicht mehr für Rohkost oder Salate.

Was darf nicht neben Porree gepflanzt werden?

Bohnen und Erbsen sollte man grundsätzlich nicht als direkte Nachbarn von Porree pflanzen. Auch andere Lauchgewächse wie Zwiebeln, Knoblauch oder Schnittlauch sind keine gute Gesellschaft, da sie ähnliche Schädlinge anziehen und sich gegenseitig im Wachstum hemmen können.

Gute Nachbarn für Porree sind dagegen Karotten, Sellerie, Tomaten und Erdbeeren. Karotten und Porree ergänzen sich sogar gegenseitig: Porree hält die Karottenfliege fern, Karotten die Lauchminierfliege. Eine klassische Kombination im Mischkulturanbau. Wer im gleichen Beet auch Erdbeeren anbaut, findet bei uns übrigens hervorragende Erdbeerpflanzen der Sorte Ostara, die sich als Beetbegleiter bestens eignen.

Welche Schädlinge und Krankheiten sollte man kennen?

Die häufigsten Probleme bei Winterporree sind:

  • Lauchmotte: Die Larven fressen sich durch die Blätter. Vorbeugend mit Kulturschutznetzen abdecken.
  • Porree-Rost: Orangefarbene Pusteln auf den Blättern. Befallene Blätter sofort entfernen, nicht kompostieren.
  • Falscher Mehltau: Vor allem bei Nässe und dichtem Stand. Pflanzabstand einhalten, gut lüften lassen.
  • Thripse: Kleine Insekten, die Silberflecken auf den Blättern hinterlassen. Bei starkem Befall Neem-Öl einsetzen.

Ein gesunder Standort mit gutem Pflanzabstand und Fruchtfolge ist der beste Schutz gegen die meisten Probleme. Ich empfehle, Porree nicht öfter als alle 3 bis 4 Jahre auf derselben Fläche anzubauen.

Wo kauft man am besten Winterporree-Jungpflanzen?

Fertige Jungpflanzen aus einer spezialisierten Gärtnerei haben einen klaren Vorteil: Sie sind bereits vorgezogen, gesund und sortentreu. Bei Spargel Pflanzen Kaufen aus der Bio-Gärtnerei von Huub Verhaag gibt es Winterporree-Setzlinge in verschiedenen Paketgrößen, ganz nach Bedarf. Für den kleinen Garten empfehle ich das 100er-Paket, das ist für die meisten Familiengärten genau die richtige Menge. Wer größer denkt, findet auch ein 150er-Paket oder das praktische 750er-Paket für den größeren Bedarf.

Qualität beim Einkauf zahlt sich aus. Eine kräftige Jungpflanze mit gutem Wurzelwerk schlägt im Herbst viel schneller an als eine schwächliche Pflanze aus einem ungünstigen Anzuchtbetrieb. Das erlebe ich in meiner Beratung regelmäßig: Wer einmal hochwertige Setzlinge ausprobiert hat, möchte nicht mehr zurück. Und für alle, die auch im Frühjahr Porree anbauen möchten, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber zum Porree pflanzen im März und April, dort finden sich viele ergänzende Tipps für das Frühjahrsanbau.

Winterporree ist eine der unkompliziertesten und lohnendsten Gemüsepflanzen, die man in einem deutschen Garten anbauen kann. Mit dem richtigen Zeitpunkt, einem durchdachten Pflanzabstand und robusten Sorten erntet man von November bis in den März hinein frisches Gemüse direkt aus dem Beet, und das ganz ohne großen Aufwand. Wer noch zögert: Einfach anfangen, eine kleine Menge Setzlinge besorgen und eigene Erfahrungen sammeln. Das Ergebnis wird Sie überzeugen.

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