Wer keinen großen Garten besitzt, fragt sich oft: Ist der spargel hochbeet anbau überhaupt sinnvoll? Die Antwort lautet klar ja. Ein Hochbeet bietet Spargel sogar einige echte Vorteile gegenüber dem klassischen Anbau im Boden. Bessere Drainage, wärmere Erde im Frühjahr und die Möglichkeit, die Erdmischung exakt nach den Bedürfnissen der Pflanze zusammenzustellen. Ich habe in meiner Gärtnerei schon viele Hobbygärtner erlebt, die dachten, Spargel sei nur etwas für große Grundstücke. Weit gefehlt. Mit dem richtigen Aufbau und etwas Geduld ernten auch Balkon- und Kleingärtner bald ihre eigenen Stangen.
Kann man Spargel im Hochbeet pflanzen?
Ja, Spargel lässt sich sehr gut im Hochbeet anbauen, solange das Beet tief genug ist und die Erdmischung stimmt. Die Pflanze benötigt mindestens 40 bis 50 Zentimeter Wurzeltiefe, besser sind 60 bis 70 Zentimeter.
Spargel ist eine mehrjährige Gemüsepflanze, die an einem festen Standort bis zu 20 Jahre gedeihen kann. Das Hochbeet muss also von Anfang an gut geplant sein. Einmal falsch aufgebaut, leidet die Ernte über viele Jahre. Gut gemacht hingegen belohnt dich die Anlage mit reichlich frischem Spargel direkt vor der Haustür.
Spargel im Hochbeet: Größe, Tiefe und wichtige Anforderungen
Die Mindesttiefe für ein Spargelbed im Hochbeet liegt bei 50 Zentimetern. Ich empfehle aber grundsätzlich 60 bis 70 Zentimeter, damit die Rhizome sich gut entfalten können. In der Breite sollte das Beet mindestens 80 Zentimeter betragen, besser sind 100 bis 120 Zentimeter, damit die Pflanzen genug seitlichen Raum haben.
- Mindesttiefe: 50 cm, empfohlen 60–70 cm
- Breite: mindestens 80 cm, optimal 100–120 cm
- Pflanzenabstand: 30 bis 40 cm in der Reihe, 50 cm zwischen den Reihen
- Standort: vollsonnig, windgeschützt, keine Staunässe
- Material: druckimprägniertes Holz, Cortenstahl oder Betonstein
Ein Hochbeet aus Holz erwärmt sich im Frühling schneller als Erdböden. Das gibt dem Spargel einen Wachstumsvorsprung von zwei bis drei Wochen. Gerade in kühleren Regionen Deutschlands ist das ein echter Vorteil.
Welche Spargelsorte eignet sich am besten fürs Hochbeet?
Für das Hochbeet empfehle ich kompaktere, kräftige Sorten, die mit etwas weniger Platz zurechtkommen. Grüner Spargel ist in der Regel unkomplizierter als weißer, da er keine Aufhügelung braucht und trotzdem üppig trägt.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der Sorte Gijnlim gemacht. Diese F1-Hybridsorte ist früh erntereif, ertragreich und zeigt sich widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Wer lieber violetten Spargel möchte, ist mit Erasmus sehr gut beraten, einer Sorte mit besonders aromatischem Geschmack und einer schönen Optik im Garten. Für weißen Spargel aus dem Hochbeet lohnt sich ein Blick auf Cumulus, eine der wohlschmeckendsten Sorten überhaupt.
Kann Spargel in Hochbeeten angebaut werden? Das Hochbeet richtig aufbauen
Spargel kann problemlos in Hochbeeten angebaut werden, wenn der Aufbau stimmt. Entscheidend sind drei Dinge: Drainage, Erdmischung und ausreichende Tiefe.
Der Aufbau beginnt ganz unten. Eine gute Drainage ist nicht optional, sie ist Pflicht. Spargel verträgt keine nassen Wurzeln. Stehendes Wasser führt innerhalb weniger Wochen zu Wurzelfäule und Ertragsausfall.
Hochbeet Drainage für Spargelwurzeln: So baust du richtig auf
Die unterste Schicht im Hochbeet sollte aus grobem Kies oder Schotter bestehen, mindestens 10 bis 15 Zentimeter stark. Darüber kommt eine Schicht aus grobem Sand oder feinem Kies (5 cm), die den Übergang zur Erde bildet. Ein Vlies zwischen Kies und Erde verhindert, dass die Schichten sich vermischen.
- Unterste Schicht: 10–15 cm grober Kies oder Schotter
- Zweite Schicht: 5 cm grober Sand als Übergangsschicht
- Vlies als Trennschicht zwischen Kies und Erde
- Hauptschicht: 40–50 cm Spargelerde (Erdmischung, siehe unten)
- Oberste Schicht optional: 2–3 cm Sandmulch bei weißem Spargel
Wichtig: Das Hochbeet selbst muss Ablauflöcher oder -spalten haben. Ein dicht verschlossener Boden führt trotz Kiesschicht zu Staunässe. Cortenstahl- und Holzrahmen bieten meistens genug natürliche Lücken, aber bei Betonkonstruktionen solltest du gezielt Abflüsse planen.
Die richtige Erdmischung für Spargel im Hochbeet
Spargel liebt lockere, sandige, nährstoffreiche Erde mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Die ideale Zusammensetzung der Erdmischung für das Hochbeet sieht so aus:
| Bestandteil | Anteil | Funktion |
|---|---|---|
| Gartenerde oder Hochbeeterde | 40 % | Grundstruktur, Nährstoffe |
| Feiner Sand (Quarzsand) | 30 % | Durchlässigkeit, Lockerheit |
| Reifekompost | 20 % | Langzeitnährstoffe, Bodenstruktur |
| Rindenhumus oder Kokoserde | 10 % | Wasserspeicherung, Luftigkeit |
Keine Frischkompost verwenden. Zu junger Kompost entwickelt im Abbau Wärme und kann die empfindlichen Rhizome schädigen. Reifer Kompost ist gleichmäßig dunkel, krümelig und riecht angenehm erdig.
Wie und wann pflanzt man Spargel?
Spargel wird idealerweise im April oder Anfang Mai als einjährige Jungpflanze (Rhizom) gepflanzt, wenn der Boden mindestens 10 °C warm ist. Im Hochbeet ist die Erde oft etwas früher warm genug, was eine Pflanzung bereits Ende März ermöglicht.
Schritt-für-Schritt: Spargel ins Hochbeet setzen
Das Pflanzen selbst ist nicht schwierig, aber ein paar Details entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Zu flach gesetzt entwickelt der Spargel dünne Stangen, zu tief gesetzt startet er langsamer.
- Pflanzgraben 20–25 cm tief ausheben
- Rhizome auf einem kleinen Erdhügel im Graben platzieren, Wurzeln nach unten spreizen
- Abstand in der Reihe: 35 cm, zwischen Reihen: 50 cm
- Mit Erde auffüllen und leicht andrücken, ohne zu verdichten
- Direkt nach dem Pflanzen gut angießen
Im ersten Jahr nach der Pflanzung bitte nicht ernten. Das ist wirklich wichtig. Die Pflanze braucht das erste Jahr, um sich zu etablieren und ein kräftiges Wurzelsystem aufzubauen. Im zweiten Jahr darf man vorsichtig und nur kurz ernten, ab dem dritten Jahr kann man richtig loslegen.
Spargel im Hochbeet bewässern und mit Nährstoffen versorgen
Regelmäßige Bewässerung ist bei der Hochbeetkultur besonders wichtig, weil Hochbeete schneller austrocknen als der freie Boden. Während der Wachstumsphase braucht Spargel etwa 20 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche bei trockenem Wetter. Eine Tropfbewässerung auf Timerbasis funktioniert hier hervorragend.
Zur Nährstoffversorgung: Im Frühjahr vor dem Austrieb eine Gabe von organischem Volldünger ausbringen, etwa 80 bis 100 Gramm pro Quadratmeter. Nach der Ernte im Juni nochmals düngen, damit die Pflanze Kraft für das nächste Jahr tankt. Finger weg von zu viel Stickstoff, er fördert üppiges Kraut, aber dünne Stangen.
Spargel im Topf oder Kübel: eine Alternative für den Balkon?
Wer gar kein Hochbeet hat, kann Spargel durchaus auch in Behältern oder Töpfen anbauen. Das funktioniert, hat aber klare Grenzen. Ein einzelner Spargel braucht mindestens einen 60-Liter-Kübel, damit er mehrjährig produktiv bleibt.
Spargel in Behältern und Töpfen: Was du wissen musst
Der größte Unterschied zum Hochbeet ist die Wasserhaltung. Töpfe trocknen noch schneller aus, gleichzeitig kann Staunässe bei falscher Erde zum Problem werden. Die Drainage ist auch hier Grundvoraussetzung. Mindestens 5 cm Kies am Boden, unbedingt Ablauflöcher, und die gleiche Erdmischung wie im Hochbeet.
Für Balkonbesitzer, die Spargel im Topf ausprobieren wollen, eignet sich grüner Spargel besser als weißer, weil er keine Anhäufelung benötigt. Eine kompakte Sorte wie unsere grüne F1-Empfehlung aus dem Sortiment von Spargel Pflanzen Kaufen ist da eine gute Wahl. Die Pflanzen kommen aus zertifiziertem Bio-Anbau und starten stark ins erste Jahr.
Allerdings sollte man realistisch bleiben: Aus einem Topf erntet man pro Saison vielleicht 8 bis 15 Stangen. Wer regelmäßig größere Mengen möchte, kommt am Hochbeet oder am klassischen Beet nicht vorbei. Einen guten Überblick über den gesamten Anbau, von der Pflanzung bis zur Ernte, findest du in den allgemeinen Anbauinformationen auf unserer Website.
Welches Gemüse sollte nicht ins Hochbeet? Und was passt zum Spargel?
Nicht jedes Gemüse verträgt sich gut mit Spargel, und einige Pflanzen sollten generell nicht ins selbe Hochbeet. Zwiebeln, Knoblauch und Lauch hemmen das Spargelwachstum spürbar und gehören in ein anderes Beet.
Schlechte Nachbarn: Diese Pflanzen meiden
Spargel verträgt sich schlecht mit Allium-Gewächsen wie Zwiebeln und Knoblauch. Auch Tomaten können problematisch sein, obwohl sie oft als gute Spargelbegleiter empfohlen werden. Im begrenzten Hochbeet konkurrieren sie zu stark um Wurzelraum und Nährstoffe.
- Zwiebeln, Lauch und Knoblauch: hemmen das Spargelwachstum
- Tomaten: im Hochbeet problematisch wegen Platz- und Nährstoffkonkurrenz
- Kartoffeln: zu tiefe Wurzeln, stören die Rhizome
- Starkzehrer wie Kohl und Kürbis: ziehen dem Spargel zu viel Nährstoffe weg
Gute Nachbarn und Lösungen für kleine Gärten
Wer im kleinen Garten ein Spargelhochbeet anlegt, kann den Rand ruhig mit niedrigen Kräutern wie Petersilie, Basilikum oder Dill bepflanzen. Diese stören die Spargelwurzeln kaum und nutzen den vorhandenen Platz gut aus. Auch Erdbeeren gelten als klassische Spargelbegleiter und passen optisch wie praktisch gut dazu.
Für kleine Gärten gilt: Ein gut geplantes Hochbeet von 100 × 200 Zentimetern fasst etwa sechs bis acht Spargelpflanzen. Das reicht für eine Familie von vier Personen locker für ein paar Mahlzeiten pro Saison. Willst du wissen, wie sich Grün- und Weißspargel im Geschmack und Anbau unterscheiden? Dann schau dir mal unseren Sortenvergleich an, der gibt dir eine klare Entscheidungshilfe.
Ein Hochbeet ist für viele Hobbygärtner der ideale Einstieg in die Spargelkultur. Die Kontrolle über Erde, Drainage und Wasser macht den Unterschied. Wer einmal den ersten eigenen Spargel geerntet hat, will nie wieder darauf verzichten. Ich verspreche es.
Spargel im Hochbeet anbauen ist eine der besten Entscheidungen, die Hobbygärtner mit begrenztem Platz treffen können. Gerade beim spargel hochbeet anbau zeigt sich schnell, dass die richtige Drainage, eine passende Erdmischung und ein durchdachter Aufbau über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. In diesem Artikel erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie es klappt.
Kann man Spargel im Hochbeet pflanzen?
Ja, absolut. Spargel lässt sich sehr gut im Hochbeet anbauen, solange das Beet tief genug ist und die Drainage stimmt. Mit den richtigen Voraussetzungen gedeiht Spargel im Hochbeet sogar besonders gut.
Warum das Hochbeet für Spargel gut geeignet ist
Spargel ist eine ausdauernde Staude, die an einem festen Standort bis zu 20 Jahre produktiv bleibt. Das klingt zunächst nach einem Problem fürs Hochbeet, ist es aber nicht. Der größte Vorteil: Du hast die volle Kontrolle über Bodenstruktur und Drainage. Im normalen Gartenboden kämpfe ich manchmal gegen schwere, lehmige Erde an. Im Hochbeet baue ich mir die perfekte Grundlage selbst zusammen.
Spargel braucht lockere, durchlässige Erde mit gutem Wurzelraum. Genau das bietet ein gut aufgebautes Hochbeet. Die erhöhte Lage wärmt sich außerdem schneller auf, was den Pflanzen im Frühjahr einen deutlichen Wachstumsvorsprung gibt. Für Regionen mit kühlen Frühjahren ist das ein echter Vorteil.
Spargel hochbeet Größe, Tiefe und Anforderungen
Hier wird es konkret. Ein Hochbeet für Spargel sollte mindestens 40 bis 50 Zentimeter tief sein, besser 60 Zentimeter. Die Rhizome, also die unterirdischen Wurzelstöcke, brauchen Platz zum Ausbreiten. Nach oben hin kommt noch die Anhäufelerde, die je nach Sorte weitere 20 bis 30 Zentimeter ausmacht.
Die Mindestbreite liegt bei 80 Zentimetern, damit die Pflanzen genug Abstand zueinander haben. Ich empfehle 120 Zentimeter Breite, wenn möglich. Pro Pflanze solltest du etwa 30 bis 40 Zentimeter Reihenabstand einplanen. In einem Beet von 120 × 200 Zentimetern passen so komfortabel sechs bis acht starke Pflanzen.
| Parameter | Mindestwert | Empfohlener Wert |
|---|---|---|
| Tiefe des Hochbeets | 40 cm | 60 cm |
| Breite des Hochbeets | 80 cm | 120 cm |
| Abstand zwischen Pflanzen | 30 cm | 40 cm |
| Anzahl Pflanzen pro m² | 4 | 6–8 |
Kann Spargel in Hochbeeten angebaut werden? Der richtige Aufbau
Ja, und mit dem richtigen Schichtaufbau funktioniert es dauerhaft gut. Der Schlüssel liegt in einer stabilen Drainage am Boden und einer nährstoffreichen, lockeren Erdmischung darüber.
Hochbeet Spargel Drainage und Wurzeln: So baust du richtig auf
Die unterste Schicht im Hochbeet ist entscheidend. Spargel verträgt Staunässe überhaupt nicht. Nasse Wurzeln führen zu Fäulnis, und eine einmal befallene Pflanze ist kaum zu retten. Deshalb lege ich immer zuerst eine Drainageschicht von mindestens 10 bis 15 Zentimetern aus grobem Kies, Schotter oder Blähton an.
Darüber kommt eine Trennlage aus grobem Vlies oder Jutesack. Diese verhindert, dass die feinen Erdpartikel nach unten wandern und die Drainage verstopfen. Erst dann folgt das eigentliche Substrat.
Wer ein Hochbeet aus Holz baut, sollte die Innenwände mit einer wasserfesten Folie schützen. Das verlängert die Haltbarkeit des Holzes erheblich und verhindert, dass Schadstoffe aus imprägniertem Holz in die Erde gelangen.
Spargel Hochbeet Erde: Mischung und Zusammensetzung
Die Erdmischung ist das Herzstück des Erfolgs. Spargel liebt sandige, humusreiche Erde mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Schwere Lehmerde ist ein No-Go. Meine bewährte Mischung für das Hochbeet sieht so aus:
- 50 % hochwertiger Gartenkompost oder Hochbeeterde
- 30 % grober Sand oder Feinkies für Durchlässigkeit
- 10 % reife Komposterde für Nährstoffe
- 10 % Perlite oder Blähton für Luftzirkulation
Diese Mischung bleibt über Jahre locker und zieht sich kaum zusammen. Beim Start kannst du auch etwas Hornspäne einarbeiten, etwa 100 Gramm pro Quadratmeter. Das gibt den frisch gesetzten Rhizomen einen langsamen Nährstoffstart.
Wie und wann pflanzt man Spargel?
Der beste Zeitpunkt für das Pflanzen von Spargel ist das Frühjahr, sobald der Boden frostfrei ist. In Deutschland liegt das typischerweise zwischen Mitte März und Ende April.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Pflanzung
Spargel wird üblicherweise als einjährige Rhizome gepflanzt, nicht als Samen. Das spart zwei bis drei Jahre Wartezeit. Die Rhizome sehen etwas seltsam aus, fast wie eine Spinne mit langen Beinen. Keine Sorge, das ist normal.
- Hochbeet mit Drainageschicht und Erdmischung befüllen, oben 20 cm frei lassen
- Rillen von etwa 15 bis 20 cm Tiefe ziehen, Abstand 30 bis 40 cm
- Kleine Erdhügel in der Rille aufschütten, darauf das Rhizom setzen
- Wurzeln locker nach unten spreizen, Krone zeigt nach oben
- Mit 5 bis 8 cm Erde bedecken, im Laufe der Saison sukzessive nachfüllen
Nach dem Pflanzen gut angießen. Im ersten Jahr darf nicht geerntet werden. Ich weiß, das ist schwer. Aber die Pflanze braucht diese Zeit, um ein starkes Wurzelwerk aufzubauen. Im zweiten Jahr kannst du vorsichtig ein paar Stangen stechen. Ab dem dritten Jahr gibt es die volle Ernte.
Welche Sorten eignen sich am besten fürs Hochbeet?
Für das Hochbeet empfehle ich vor allem grünen Spargel, weil er keine Anhäufelung benötigt und weniger Platz in der Höhe braucht. Grüner Spargel ist unkomplizierter und liefert schon im zweiten Jahr ordentliche Erträge.
Die Sorte Gijnlim ist eine meiner absoluten Lieblinge fürs Hochbeet. Sie ist ertragsstark, frühreif und verträgt sowohl trockene als auch etwas feuchtere Perioden besser als viele andere Sorten. Wer gerne mal etwas Besonderes ausprobieren möchte, sollte den Erasmus in Betracht ziehen, eine violette Sorte mit wunderschöner Farbe und mildem Aroma.
Spargel Hochbeet Bewässerung und Nährstoffversorgung
Richtig gießen und düngen ist beim Spargelanbau im Hochbeet genauso wichtig wie die Bodenstruktur. Hochbeete trocknen schneller aus als Erdbeete, besonders in warmen Sommern.
Bewässerung: Wie viel Wasser braucht Spargel?
Spargel braucht gleichmäßige Feuchtigkeit, aber kein stehendes Wasser. Als Faustregel gilt: Einmal pro Woche gründlich wässern, in Hitzeperioden zweimal. Lieber seltener und dafür tief wässern, damit die Wurzeln nach unten wachsen und nicht an der Oberfläche bleiben.
Eine Tropfbewässerung ist ideal fürs Spargelhochbeet. Sie hält die Blätter trocken, was Pilzkrankheiten vorbeugt, und sorgt für gleichmäßige Bodenfeuchte. Wer eine Zeitschaltuhr einbaut, hat fast keinen Aufwand mehr. Der Aufwand lohnt sich, vor allem wenn man im Urlaub ist.
Düngen: Was Spargel wirklich braucht
Im ersten Jahr nach dem Pflanzen reicht die Nährstoffversorgung aus der Anfangsmischung plus etwas Kompost. Ab dem zweiten Jahr sollte man zweimal im Jahr düngen: einmal im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb und einmal nach der Ernte im Juni.
Ich verwende dafür gut verrotteten Kompost, etwa 3 bis 5 Liter pro Quadratmeter, gemischt mit etwas Hornmehl. Mineralischen Volldünger vermeide ich wegen der Salzbelastung im Hochbeet. Kalium stärkt die Standfestigkeit der Stangen und verbessert die Lagerung. Ein leichtes Mulchen mit Stroh nach der Düngung hält die Feuchtigkeit und schützt gleichzeitig die Oberfläche.
Spargel in Behältern und Töpfen: Geht das wirklich?
Spargel im Topf oder Kübel anzubauen ist möglich, aber mit deutlich mehr Einschränkungen verbunden als im Hochbeet. Wer absolut keinen Gartenplatz hat, kann es dennoch versuchen.
Anforderungen für den Anbau im Topf
Der Kübel muss groß sein. Wirklich groß. Ein Mindestvolumen von 40 bis 50 Litern pro Pflanze ist erforderlich, damit die Rhizome ausreichend Wurzelraum haben. Flache Blumenkästen scheiden aus. Ideal sind tiefe Pflanzkübel aus Kunststoff oder Holz mit guten Abzugslöchern am Boden.
Auch hier gilt: zuerst eine Drainageschicht aus Kies, dann die Erdmischung. Im Sommer muss ein Kübel deutlich häufiger gegossen werden als ein Hochbeet, oft täglich bei starker Hitze. Und im Winter? Den Kübel am besten an eine geschützte Stelle stellen und mit Vlies einwickeln, damit die Rhizome nicht einfrieren.
Kleine Gärten und Balkon: Spargel als Möglichkeit denken
Für kleine Gärten ist der Spargel im Hochbeet die mit Abstand praktischste Lösung. Ein einziges kompaktes Hochbeet von einem Quadratmeter Fläche liefert über viele Jahre Spargel, ohne den restlichen Garten zu dominieren. Wer auf dem Balkon anbaut, sollte sich auf grünen Spargel konzentrieren und robuste Sorten wie unsere empfohlene grüne F1-Sorte wählen.
Bei Spargel Pflanzen Kaufen aus der Bio-Gärtnerei von Huub Verhaag gibt es kräftige, einjährige Rhizome, die schon gut eingewurzelt sind und einen starken Start ins Hochbeet mitbringen. Wer weißen Spargel bevorzugt, findet mit Cumulus eine besonders aromatische Sorte, die sich auch im Hochbeet mit ausreichender Tiefe gut schlagen kann.
Welches Gemüse sollte nicht ins Hochbeet? Und was passt zum Spargel?
Nicht jedes Gemüse verträgt sich gut mit Spargel, und einige Pflanzen sollten generell nicht ins selbe Hochbeet. Zwiebeln, Knoblauch und Lauch hemmen das Spargelwachstum spürbar und gehören in ein anderes Beet.
Schlechte Nachbarn: Diese Pflanzen meiden
Spargel verträgt sich schlecht mit Allium-Gewächsen wie Zwiebeln und Knoblauch. Auch Tomaten können problematisch sein, obwohl sie oft als gute Spargelbegleiter empfohlen werden. Im begrenzten Hochbeet konkurrieren sie zu stark um Wurzelraum und Nährstoffe.
- Zwiebeln, Lauch und Knoblauch: hemmen das Spargelwachstum
- Tomaten: im Hochbeet problematisch wegen Platz- und Nährstoffkonkurrenz
- Kartoffeln: zu tiefe Wurzeln, stören die Rhizome
- Starkzehrer wie Kohl und Kürbis: ziehen dem Spargel zu viel Nährstoffe weg
Gute Nachbarn und Lösungen für kleine Gärten
Wer im kleinen Garten ein Spargelhochbeet anlegt, kann den Rand ruhig mit niedrigen Kräutern wie Petersilie, Basilikum oder Dill bepflanzen. Diese stören die Spargelwurzeln kaum und nutzen den vorhandenen Platz gut aus. Auch Erdbeeren gelten als klassische Spargelbegleiter und passen optisch wie praktisch gut dazu.
Für kleine Gärten gilt: Ein gut geplantes Hochbeet von 100 × 200 Zentimetern fasst etwa sechs bis acht Spargelpflanzen. Das reicht für eine Familie von vier Personen locker für ein paar Mahlzeiten pro Saison. Willst du wissen, wie sich Grün- und Weißspargel im Geschmack und Anbau unterscheiden? Dann schau dir mal unseren Sortenvergleich an, der gibt dir eine klare Entscheidungshilfe.
Ein Hochbeet ist für viele Hobbygärtner der ideale Einstieg in die Spargelkultur. Die Kontrolle über Erde, Drainage und Wasser macht den Unterschied. Wer einmal den ersten eigenen Spargel geerntet hat, will nie wieder darauf verzichten. Ich verspreche es.
